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Endlich fertig

Das neue Fahrrad ist endlich fertig. Nach einigen Tagen des Schraubens waren alle Komponenten da, wo sie hingehören und ich bin hin und weg von meinem neuen Stahlross. Genau so habe ich es mir vorgestellt. Es ist ein tolles Gefühl, es in Blut und Fleisch…hm…eher in Stahl und Carbon vor mir  stehen zu sehen.

Ich musste erst einem grippalen Infekt Widerstand leisten  – das Rad hat es derweil geschafft, bei einem Foto-Shooting für ein Fahrradmagazin Modell zu stehen, und mit seinem Macher Robert von Big Forest Frameworks auf die Berliner Fahrradschau zu gehen. Bevor es dann auf die Straße gehen konnte, waren wir noch bei Thomas von Bike Academy Berlin, um uns aufeinander einstimmen zu lassen. Der schone De Rosa Sattel musste leider einem anderen Kollegen weichen. Dafür konnte ich aber mit Hilfe von Thomas eine gute Position auf dem Rad finden.

Nach so vielen Terminen und krankheitsbedingten Verzögerungen wolle ich eigentlich nur noch eins: aufs Rad steigen und fahren. Die 100-km Kennenlerntour am Wochenende hat mir viel Spaß gemacht. Mein Fazit: das Rad fährt sich sehr gut, die Sitzposition stimmt jetzt auch und ich bin nicht nur vom Aussehen, sondern auch vom Fahrgefühl begeistert. Die Abkürzung von Big Forest Frameworks (BFF) kann ich für mein Rad und mich jetzt anders deuten: best friends forever 😉

Rückschau auf Fahrradschau

Auf die diesjährige Fahrradschau-Messe, die am 22.-23. März in Berlin stattfand, war ich gespannt wie ein Flitzebogen. Bike-Messen sind immer eine gute Gelegenheit in die Welt des Radfahrens einzutauchen, sich inspirieren und anfixen zu lassen und über Neuigkeiten und Trends aus der Radszene zu erfahren. Gezielt habe ich nach interessanten Konzepten Ausschau gehalten, die ich bei dem Aufbau eigener Räder, in der Zukunft ausprobieren kann. Eine nicht ganz neue aber optisch sehr attraktive Alternative zum allgegenwärtigen Lenkerband, die mir ins Auge gesprungen ist, waren Lenkergriffe aus Leder. Die in Leder eingenähten Lenker sehen edel aus, sind wirklich robust und angenehm griffig. Auch ein Kleiderbügel aus einer ausgedienten Karbon-Laufradfelge von Lightweight hat es mir sehr angetan. Das ist eine schöne Geschenkidee für eine Bike-Belle oder –Beau.

Besonders lange musste ich in der Ausstellung der Retro-Rennräder verweilen. Die liebevoll und originalgetreu aufgebauten Stahl-Rennräder waren in so einem makellosen Zustand, dass ich mich unweigerlich fragen müsste, ob ich mich trauen würde diese Schätze zu fahren, wenn einer davon mir gehören würde. Trotz meiner Überzeugung, dass die Räder auf die Straße gehören und nicht im Wohnzimmer ausgestellt werden sollen, kam ich mit meiner Theorie bei dem Anblick der jungfräulichen Lackierung ziemlich stark ins Schwanken. Wie kann man so ein Rad die Straßen hoch und runter jagen, irgendwo an einem Pfosten anschließen und nur für eine Minute aus den Augen lassen? Unvorstellbar!

Auch das Rahmenprogramm ließ keine Wünsche offen: Minidrome, Goldsprint, Downhill, Trail-Zone usw…

Während Velo Berlin sich eher an breitere Massen orientiert und viel zum Themen wie E-Bikes, Rad-Reisen, Liegerad und Touring anbietet, ist die Fahrradschau die Messe für urbane Velokultur und für Menschen, für die das Radfahren eine Frage der Einstellung und des Lebensstils ist. Die Fahrradschau-Messe war ein Augenschmaus und Balsam für die radbegeisterte Seele!

zu Besuch bei Big Forest Frameworks

Gestern habe ich Robert von Big Forest Frameworks in seiner kleinen aber sehr feinen Werkstatt in Potsdam-Babelsberg besucht. Seit mehr als einem Jahr entstehen hier handgefertigte, maßgeschneiderte und individuell entworfene Stahlrahmen, die mich neben dem Material durch ihre Schlichtheit und den leichten Anflug von Retro-Design ansprechen. Für all denjenigen, die sich an die Metallschere und -feile trauen und vom Löten nicht eingeschüchtert sind, bietet Robert ein Rahmenbaukurs an, in dem man eigenhändig den Rahmen für sein Traumrad bauen kann.

Neben dem Rahmenbaukurs kann man bei Robert einen kostenlosen zweistündigen Schnupperkurs machen, in dem man in die Grundlagen der Metallbearbeitung eingeführt wird und die ersten Handgriffe wie Rohre zuschneiden, sie in Form feilen und Löten, erlernen kann. Da ich bei meinem Besuch in die Werkstatt keine passende Arbeitskleidung trug, haben Robert und ich uns lange passioniert über Räder, Schrauben, Rahmenbau usw. ausgetauscht und gemeinsame Pläne für ein Fahrrad-Treff in Potsdam geschmiedet. Bei meinem nächsten Besuch wird es wohl nicht nur beim Reden und Planen bleiben: da werde ich testen, ob ich das Zeug zur Rahmenbauerin habe.

Kleiner Tipp: Robert von Big Forest Frameworks kann man auf Berliner Fahrradschau am 22. – 23. März 2014 treffen!

Alles andere als abgefahren

Fahrradmessen machen Spaß! Sie bieten Fahrradinteressierten die Möglichkeit mit Herstellern zu sprechen, Neuheiten rund ums Rad kennen zulernen, über neue Trends aus der Fahrrad-Szene zu erfahren, Gadgets unter die Lupe zu nehmen und einfach nach Herzenslust zu stöbern. Mit schönen Erinnerungen an die VeloBerlin, habe ich der „Abgefahren“ Fahrradmesse, die vom 22. bis 24. November in Leipzig stattfand, entgegengefiebert. Die Tatsache, dass es sich um eine Messe für Rad und Triathlon handelte, hat die Begeisterung natürlich deutlich gesteigert. Rad und Triathlon – für mich eine perfekte Kombination!

Leider ist die anfängliche Begeisterung, mit der ich die Halle der Leipziger Messe am ersten Messetag betreten habe, schon nach wenigen Minuten der Enttäuschung gewichen. Die Ausstellungsfläche war verglichen mit der VeloBerlin oder der Fahrradschau unglaublich klein, so dass man schon nach wenigen Minuten an allen Ständen vorbei gelaufen war. Was sich auf der Webseite der Leipziger Messe sehr viel versprechend anhörte war in Wirklichkeit ziemlich uninspirierend: fast keine Fahrradhersteller, keine Produkthighlights, keine Szene, keine Trends und keine innovativen Gadgets…dafür aber Fahrradhändler. Ob man 9 Euro für den Eintritt zahlen soll, um dann bei Stadler und Co. einkaufen zu gehen? Auch ein paar Triathlon-Stände mit einem überschaubaren Angebot an Neoprenanzügen und Kompressionskleidung sowie die angekündigte Anwesenheit vom Triathlonstar Maik Petzold konnten meiner Meinung nach der Bezeichnung Triathlonmesse nicht gerecht werden. Damit war die Abgefahren Messe für Rad und Triathlon für mich leider alles andere als abgefahren: klein, fade und in keinerlei Weise mit Berliner Fahrradmessen vergleichbar.