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Velothon für das ARRI Racing Team

Dieses Jahr wurde mein Team BRC Endspurt eingeladen mit und für das ARRI Racing Team an den Start des Berliner Velothons zu gehen, um unter anderem auch auf das „ShareTheMeal“-Projekt aufmerksam zu machen. Bei der Wahl der zu fahrenden Strecke waren wir uns alle schnell einig: wenn der Veranstalter zum ersten Mal eine 180km-Strecke anbietet, werden wir wohl genau diese auch fahren. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich aber nicht, dass die Mindestgeschwindigkeit für diese auf 35km/h festgelegt wurde.

Vor einigen Wochen ist mir leider die Carbonfelge meines Hinterrads kaputt gegangen. Seitdem bin ich mit einem Ersatz-Hinterrad gefahren. Glücklicherweise hat Alex von  pédalage pünktlich zum Velothon mein Hinterrad wieder ganz gemacht. Statt am Samstag die Beine hochzulegen, war ich mit dem Material beschäftigt. Der Freilauf sollte ausgetauscht und Schlauchreifen geklebt und getestet werden. Die Vorbereitung für das Rennen gestaltete sich etwas hektisch.

Am Sonntag sehr früh ging es dann zum Treffpunkt mit dem Team, um ein gemeinsames Bild vor dem Rennen zu machen.  Von der angespannten Warterei im Startblock lenkten wir uns durch Plaudereien und Scherereien mit Bekannten ab. Nachdem die 60km-Fahrer/innen gestartet waren, durften auch wir unsere 180km-Strecke unter die Reifen nehmen. Der Start war wie erwartet schnell. An mir flogen zahlreiche Fahrer vorbei und ich fürchtete schon, dass ich keine Gruppe finden würde, mit der ich gut mitfahren könnte. Die Sorge war allerdings unbegründet. Schon auf dem Spandauer Damm hat sich eine große Gruppe gebildet, die ich gut halten konnte. Mit mir befanden sich in der Gruppe noch drei weitere Mitstreiterinnen.

Auf der zuerst zu fahrenden 60-km Runde hat sich nicht viel getan. Das Tempo war hoch. Die Gruppe wurde mal kleiner, mal wieder größer. Ich traf kurz auf zwei Teamkollegen und verlor sie wieder im Fahrerfeld. Auch meine Mitstreiterinnen schwirrten weiterhin in der Gruppe. Mal war die eine vorne, mal die andere, mal ich. So ging es bis wir auf der zweiten Runde auf die Autobahn aufgefahren sind. Ich habe versucht in der Gruppe nach vorne zu kommen, da ich wusste, dass es hier meistens eine Windkante gibt. Leider habe ich das falsche Hinterrad erwischt und musste zusehen, wie das Loch zwischen mir und der Frau, die gerade vorne fuhr immer größer wurde. Keine Chance das Loch zu zufahren.

Das es ab jetzt nur noch 30 km bis zum Ziel waren, wurde die Fahrweise etwas hektischer und nervöser. Bremsen haben gequietscht und ich habe Fahrer schreien und zu Boden gehen hören. Mich hat jemand beim Stürzen von hintern erwischt. Ich habe einen heftigen Ruck gespürt, konnte aber nach einer kurzen Wackelpartie weiterfahren. Mein wunderschöner neuer Big Forest Frameworks Rahmen hat eine ordentliche Schramme abbekommen. Wie ärgerlich! Auch mein Kampfgeist wurde durch diesen und noch einen weiteren Zwischenfall ordentlich angekratzt. So habe ich versucht mich aus dem Gemetzel vorne rauszuhalten.

15 km vor dem Ziel traf ich auf Mike vom Hagi Racing Team, der mich moralisch in der Endphase des Rennens unterstütz hat und dafür sorgte, dass ich im Feld eine gute Position hatte. Als wir auf die Zielgerade einbogen stellte ich fest, dass außer mir nur noch eine weitere Frau in der Gruppe war. Wir setzten beide zum Sprint an und sind gefühlt zeitgleich durch die Ziellinie gerollt. Aber nur gefühlt. Mich trennte von ihr nur Bruchteil einer Sekunde. Ärgerlich.  180 km in 4:28:37,08 Platz 3 gesamt und Platz 1 in Altersklasse waren meine Zahlen des Tages. Und über sie habe ich mich sehr gefreut.

Die schönste Belohnung war aber die müde und zufriedenen Gesichter meiner Teamkollegen zu sehen und zu erfahren, dass alle gut und sturzfrei durchgekommen sind und dass Martin sich im Zielsprint der Verfolgergruppe durchsetzen konnte und dritter wurde. (Anmerkung der Redaktion: nach der Korrektur der Ergebnisse sogar Platz 2). Die Krönung für das gelungene Rennen war aber Platz 1 für unser ARRI Racing Team powered by BRC Endspurt in der Mannschaftswertung.

Herzlichen Dank an ARRI Media für die tolle Organisation und Koordination und die Möglichkeit dieses Rennes in euren Teamfarben zu fahren.

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