Kategorie: Bike-Trends

I see u – do u see me?

UseemeIm Sport- und Gesundheitsbereich gibt es eine ganze Reihe von Armbändern, die vieles versprechen: die Steigerung der Vitalität, die Mobilisierung von Energiereserven und die Verbesserung der Regeneration. Solche Gadgets hacke ich eher als esoterisch ab und denke mir voller Skepsis „Na klar!“ Vor Kurzem wurde ich auf ein Armband für Radfahrer aufmerksam gemacht, welches verspricht, die Sicherheit des Radfahrenden auf der Straße zu steigern. Hört sich auf den ersten Blick auch etwas esoterisch an, nicht wahr? Wie soll das denn funktionieren?

Bei dem Bike-Gadget namens „Useeme Bicycle Turn Signals“ handelt es sich um ein Armband, welches dank Sensoren die Handbewegungen, die man als Handzeichen beim Radfahren macht, automatisch erkennt und diese durch aufleuchtende LEDs noch sichtbarer macht. Auf diese Weise soll die Sicherheit im Verkehr oder auf den Radwegen der Stadt durch die verbesserte Sichtbarkeit der Handzeichen erhöht werden. Das Entwicklerteam tüftelt noch fleißig an dem Armband. Anfang Juni soll das Gadget dann in die Serienproduktion gehen. Dazu starten die Erfinder eine crowd-funding-Kampagne auf IndieGogo. Ab September darf dann das Turn-Signals-Armband auf Herz und Niere getestet werden.

Was sagt die Skeptikerin in mir? Schweigt sie etwa? Natürlich nicht! Das Thema Sicherheit auf der Straße hat für mich durch das fast tägliche Pendeln mit dem Rad zur Arbeit deutlich an Bedeutung gewonnen. Voraussetzung für die Sicherheit im Radverkehr ist das die Fahrtrichtungsänderung durch Handzeichen rechtzeitig angekündigt wird. Viele machen das nicht. Vielleicht aus Unsicherheit beim Radfahren? Vielleicht aus Leichtsinnigkeit? Aber wenn man die Handzeichen doch macht, dann werden sie doch auch gesehen, oder? In der Dunkelheit ist das natürlich anders. Ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Turn-Signals-Armband eine sinnvolle Ergänzung zum Vorder- und Hinterlicht des Rades sein könnte. Und was meinst Du?

 

 

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H&M für Brick Lane Bikes

H&M entwickelt im Frühling 2013 in Zusammenarbeit mit Brick Lane Bikes (BLB) eine Kollektion für Fahrradfahrer, die von der urbanen Radfahrszene inspiriert wurde. Alle 11 Kleidungsstücke der „ H&M Capsule Collection“ sind aus nachhaltigen, atmungsaktiven Materialien gefertigt und neben dem urbanen Stil auch mit vielen praktischen und funktionellen Details wie z.B. mit reflektierenden Nähten und Laschen für ein Bügelschloss ausgestattet. Nur hat das Designer-Team um Petter Klusell von H&M völlig außer Acht gelassen, dass auch Mädels gern mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind….

Komische Masche …

Das Phänomen hat viele Bezeichnungen und noch mehr Gesichter: Guerilla knitting, yarn bombing, stealth knitting, urban knitting…Eingegeben in die Suchmaschine führen all diese Schlagwörter zu Bildern von Laternen, Brückengeländern, Bäumen und anderen Gegenständen des öffentlichen urbanen Raums kuschelig eingepackt in kunterbunt gemusterten Strick. Die häufig belächelte Handarbeit mit Garn und Stricknadel wird zum Akt des zivilen Ungehorsams und dient wahrscheinlich dem Versuch durch die eigene Kreativität die Uniformität der Gegenstände in der Großstadt zu verdrängen. An dieser Stelle fragt ihr euch wahrscheinlich was das alles mit dem Fahrrad zu tun hat. Das, was in Städten für nach oben schnellende Augenbrauen der Passanten sorgt und als „Graffiti für Oma“ bezeichnet wird, schmückt jetzt auch neben Laternen Rahmen und Gepäckträger von Fahrrädern und heißt bike knitting.

Bilder: Bike knitting an Werbe-Fahrrädern eines Bioweinladens gesichtet in Potsdam-Babelsberg in der Karl-Liebknecht Str.

Ich habe noch als Kind Stricken und Häkeln gelernt. Geschickt mit der Stricknadel war ich aber nie. Die kompliziert aussehenden Strickanleitungen und Mustervorlagen haben mich eher entmutigt und eingeschüchtert als begeistert und motiviert. Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass die bunten Strick-Kreationen in Verbindung mit Stahl und Schrauben meine Neugier geweckt haben. Da ich gerade an einem Single-Speed Fahrrad arbeite, bin ich am überlegen, ob ich für dieses Rad probehalber zur Stricknadel greifen und mich der Guerilla-Strickbewegung auf ganz legale Weise anschließen soll. Gedacht habe ich an einen gestrickten Rahmenschutz wie man ihn häufig an BMX-Bikes sieht. Da man ein Sinlge Speed Bike als Fortbewegungsmittel in der Stadt nutzt und es häufig abstellt, wäre ein Schutz vor Kratzern doch sinnvoll. Lustig wäre ein gestrickter Rahmenschutz alá Norwegen-Pullover aus grober zweifarbiger Wolle. Ganz ausgereift ist mein Strick-Plan noch nicht. Sollte es aber gut gelingen und nicht allzu albern aussehen, werde ich natürlich ein paar Bilder und die Strickanleitung posten.Signature