Kategorie: Bike Commuting

Winterpokal

Schon wieder versucht das Portal Rennrad-News.de uns im Zeitraum vom 2.11.2015 bis 27.03.2016 von der heimischer Couch nach draußen ins Kalte und Nasse zu locken, um in fünfer Teams für Punkte zu radeln. Und das klappt! BRC Endspurt ist gleich mit zwei Teams am Start, die versuchen dem Wetter zu trotzen und möglichst viele Stunden im Sattel oder in den Laufschuhen zu verbringen, um die heiß begehrte Plätze im oberen Teil der Wertungstabelle und damit den Ruf der „Tough Cookies“ zu ergattern. Mal sehen, ob das klapp!

Hier ist der Zwischenstand:

winterpokal

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Winterpokal-Regeln kannst Du hier nachlesen.

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Potsdam, das hast du gut gemacht!

Radstation im Hauptbahnhof Potsdam (© Barbara Plate)

Die vollgestellten Fahrradständer am Potsdamer Hauptbahnhof, wo man lange nach einem geeigneten Stellplatz sucht, sich vor Langfingern fürchten muss und das geliebte Rad Wind und Wetter aussetzen muss, sind für viele Fahrradfahrende pasé. In der Landeshauptstadt Potsdam wurde am Montag ein überwachtes Fahrradparkhaus mit 550 Stellplätzen eröffnet. Die Radstation ist 24 Stunden erreichbar und bietet neben der Möglichkeit sein Rad sicher und wettergeschützt abzustellen auch Reparaturservice und einen Radverleih sowie Schließfächer für Radsachen an. Eine Tageskarte ist am Ticketautomat im Eingangsbereich der Radstation erhältlich und kostet 1 Euro. Die Monatskarte für 10 Euro oder die Jahreskarte für 99 Euro ist sicherlich ein faires Angebot für viele Berufspendelnde. Die Radstation wurde mit einer Förderung des Landes Brandenburg errichtet. Na, geht doch!

I see u – do u see me?

UseemeIm Sport- und Gesundheitsbereich gibt es eine ganze Reihe von Armbändern, die vieles versprechen: die Steigerung der Vitalität, die Mobilisierung von Energiereserven und die Verbesserung der Regeneration. Solche Gadgets hacke ich eher als esoterisch ab und denke mir voller Skepsis „Na klar!“ Vor Kurzem wurde ich auf ein Armband für Radfahrer aufmerksam gemacht, welches verspricht, die Sicherheit des Radfahrenden auf der Straße zu steigern. Hört sich auf den ersten Blick auch etwas esoterisch an, nicht wahr? Wie soll das denn funktionieren?

Bei dem Bike-Gadget namens „Useeme Bicycle Turn Signals“ handelt es sich um ein Armband, welches dank Sensoren die Handbewegungen, die man als Handzeichen beim Radfahren macht, automatisch erkennt und diese durch aufleuchtende LEDs noch sichtbarer macht. Auf diese Weise soll die Sicherheit im Verkehr oder auf den Radwegen der Stadt durch die verbesserte Sichtbarkeit der Handzeichen erhöht werden. Das Entwicklerteam tüftelt noch fleißig an dem Armband. Anfang Juni soll das Gadget dann in die Serienproduktion gehen. Dazu starten die Erfinder eine crowd-funding-Kampagne auf IndieGogo. Ab September darf dann das Turn-Signals-Armband auf Herz und Niere getestet werden.

Was sagt die Skeptikerin in mir? Schweigt sie etwa? Natürlich nicht! Das Thema Sicherheit auf der Straße hat für mich durch das fast tägliche Pendeln mit dem Rad zur Arbeit deutlich an Bedeutung gewonnen. Voraussetzung für die Sicherheit im Radverkehr ist das die Fahrtrichtungsänderung durch Handzeichen rechtzeitig angekündigt wird. Viele machen das nicht. Vielleicht aus Unsicherheit beim Radfahren? Vielleicht aus Leichtsinnigkeit? Aber wenn man die Handzeichen doch macht, dann werden sie doch auch gesehen, oder? In der Dunkelheit ist das natürlich anders. Ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Turn-Signals-Armband eine sinnvolle Ergänzung zum Vorder- und Hinterlicht des Rades sein könnte. Und was meinst Du?

 

 

Burn fat, not gas!

indexADFC und AOK starten am 1. Juni 2014 eine große Sommeraktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, bei der jede und jeder mitmachen darf.  Das Prinzip ist denkbar einfach: im Zeitraum vom 1. Juni bis 31. August 2014 soll man an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit fahren, um an der Verlosung attraktiver Preise teilzunehmen. Dabei zählen auch Teilstücke, die man mit Bus und Bahn kombiniert. Nach der kostenlosen Registrierung auf der Aktionsseite, kann man im persönlichen Aktionskalender die Tage und die gefahrenen Kilometer eintragen, um die persönliche Leistung immer im Blick zu haben. Auch die Kollegen und Kolleginnen kann man zum Mitmachen einladen, um ein virtuelles Team zu bilden um sich gegenseitig zu motivieren.

Wer das 20-Tage-Ziel erreicht hat, nimmt an der Verlosung teil. Dabei fragt man sich natürlich wer die Einträge in meinem Aktionskalender kontrolliert? Wie überprüft man ob ich tatsächlich gefahren bin? Welche Relevanz hat die gefahrene Kilometerzahl? Keiner und keine! Das ist egal, denn darum geht es bei dieser Aktion nicht!  Der Hauptgewinn der Aktion ist es wohl, das Auto mal stehen zu lassen und etwas für die Umwelt und die eigene Gesundheit zu tun. Jeder für sich und alle zusammen, auch wenn zunächst für drei Monate im Sommer…

Ich finde die Idee sehr gut und mache natürlich mit. Auch ohne diese Aktion habe ich mir vorgenommen an so vielen Tagen wie möglich (bzw. wie das Wetter es zulässt) mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, um mein Training in den Alltag zu integrieren und dadurch etwas Zeit zu sparen. Und wenn dabei doch mal eine Radtasche oder ein – schloss für mich rausspringen sollte, freue ich mich natürlich auch! Also, sagt es weiter und macht mit!

Radpendeln: erst Spaß – dann Arbeit!

veloloveVor zwei Monaten ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Nicht nur weil ich einen tollen, neuen Job gefunden habe, sondern auch weil die Lage der neuen Arbeitsstätte es mir endlich erlaubt mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Davor war daran gar nicht zu denken: 40 km in jede Richtung und das größtenteils quer durch Berlin. Jetzt führt mich mein Arbeitsweg über die Glienicker Brücke, der Königsstraße entlang, weiter auf den Kronprinzessinnenweg, am Messergelände vorbei bis zum Westend. 25 km in jede Richtung hat man so auf den Beinen und als Nebenwirkung noch ein zufriedenes Lächeln im Gesicht.

Wenn man häufig mit dem öffentlichen Verkehr fährt, kennt man die kleinen Ärgernisse des Unterwegseins: kurz die Zeit aus den Augen verlieren und die Bahn verpassen, sich über schon wieder gestiegene Ticketpreise wundern, auf Anschlusszüge ewig warten oder zusehen wie sie einem vor der Nase wegfahren, oder gar ausfallen, sich über zu laute/ zu riechende/ zu unverschämte Fahrgäste ärgern…

Nicht mehr! Mit dem Rucksack auf den Schultern und Schlaf in den Augen steige ich auf das Rad und lasse es rollen, freue mich über die frische Morgenluft und Sonne, schaue mir an, wie die Bäume an mir vorbeiflitzen, lausche dem leisen Schnurren der Reifen auf dem Asphalt , dem gelegentlichen Klicken des Freilaufs und dem Gesang der Vögel. Eine tolle Einstimmung auf den Arbeitstag!

Auch den Weg nach Hause genieße ich. Ich fahre los, wenn ich losfahren will. Ich halte an, wenn ich anhalten muss. Der Hinweg wird jetzt rückwärts abgespult. Die Laufräder ziehen die Straße unter mir wie ein Laufband weg. Auch die Gedanken laufen im leichten Gang. Auf dem Kronprinzessinnenweg ist nachmittags viel los. Die morgendliche Stille und Gemütsruhe werden durch Skater, Jogger und Radfahrer aufgemischt. Mein Auge sucht sich markante Gestalten aus: einen Fahrradpendler der in voller Montur inkl. Aerohelm mit einer Zeitfahrmaschine zur Arbeit fährt und einen älteren Mann, der mit coolen Vintage-Radklamotten jeden Tag auf dem Rad seine Runde dreht. Schon nach wenigen Fahrten erkennt man Räder und Leute, so wie man früher verschlafene Gesichter an der S-Bahn Station erkannt hat.

Dann muss ich ein letztes Mal Druck auf die Pedale bringen um über den Hügel zu klettern und lasse es dann locker ausrollen. Potsdam, empfange mich herzlich, ich bin wieder da!