Berliner Offroadserie, 2. Lauf

Das Rennrad darf nun den wohlverdienten Winterschlaf halten und das heißt, dass die Cyclocross-Saison offiziell eröffnet ist. Mein allererstes Cross-Rennen liegt mit dem ersten Lauf der Berliner Offroadserie in den Potsdamer Ravensbergen einige Wochen zurück, die Aufregung über bislang unbekannte Rennsituationen und -erfahrungen hallt aber immer noch nach. Am vergangenen Sonntag habe ich mich nach innerlichem Tauziehen doch dazu entschlossen, mich erneut der Herausforderung Cyclocross zu stellen. Bei dem zweiten Lauf der Offroadserie ging es dieses Mal auf die technisch anspruchsvolle Strecke in den Müggelbergen.

Nachdem Martin im Eliterennen die Strecke bei angenehm sonnigem Wetter unter die Reifen nehmen durfte, ging es für Constantin und mich im Hobbyrennen auf die wurzelige und sandige Piste. Sehr erfreulich war, dass außer mir sechs weitere Frauen am Start standen, so dass auch dieses Mal ein kleines Frauen-Rennen zu Stande gekommen ist.

Ohne Anspruch auf Platzierungen und hochkonzentriert technisch sauber und fehlerfrei zu fahren, habe ich drei Starterinnen wegfahren lassen, um dann zu merken, dass ich mit der an der dritten Position liegenden Frau gut mithalten kann. Leider habe ich in meinem Anfängerübermut in der zweiten von drei zu fahrenden Runden mein Rad nach dem Überwinden der Hindernisse so unsanft abgesetzt, dass die Kette komplett abgesprungen war. Die Aussicht auf die dritte Frau aufzufahren rückte damit in weite Ferne. Durch diesen Fehler habe ich viel Zeit und zwei Plätze verloren und konnte jetzt nur Schadensbegrenzung betreiben.

Glücklicherweise konnte ich in der Laufpassage im Sandanstieg die zwei unfreiwillig Vorgelassenen überholen und mich wieder etwas nach vorne orientieren. Das schwarze Trikot der dritten Frau rückte immer nähe und damit die Hoffnung auf eine bessere Platzierung. Leider wiederholte sich das Kettendrama noch einmal, so dass ich wieder zurückgeworfen wurde. Im finalen Sandanstieg kurz vor dem Ziel habe ich überraschend festgestellt, dass die Frau vor mir immer noch mit dem Sand kämpft. So konnte ich mich mit kräftiger Anfeuerung meiner Vereinskollegen und Freunde auf den letzten 20 Metern noch vor sie schieben und damit den dritten Platz sichern. Immer noch verärgert über das Ketten-Unglück, aber zufrieden mit eigenen Leistungen konnte ich die Gesellschaft meiner Freunde und die Herbstsonne genießen, bevor es zum Ausfahren wieder auf das Rad ging. Was war das für ein Krimi von Rennen?

Vielen Dank an Michel Büschke für die schönen Erinnerungstücke in Form von Fotos!

Stand nach dem 2. Lauf

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2 Kommentare

  1. miele

    Hej Nica, ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis! Trotz der doppelten Kettenpanne. Super cool!!! Das ist ja quasi Trailride 🙂 Ganz lieben Gruß, Miele

    • cyclonica

      Hallo Miele,
      vielen Dank für diese leiben Zeilen! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder auf irgendwelchen Trails in Berlin/Brandenburg. Liebe Grüße, Nica

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