Debüt beim 10. SiSu-Winterduathlon

Als Saison-Auftakt bin ich dieses Jahr beim in Berlin und in Brandenburg fast legendären SiSu-Winterduathlon gestartet, bei dem 120 Duathleten/innen auf einer 5,5 km Crosslauf-, 21 km CX- und 3 km Crosslauf- Strecke ihre Kräfte messen. Schon im Vorfeld brodelte es in der Szene mit Diskussionen über die diesjährigen Favoriten und versetzte mich in helle Aufregung, von der am Renntag dank netter Gesellschaft meiner Vereinskollegen/innen nichts zu merken war.

Im Grunewald angekommen, spulte ich die übliche Routine ab: Unterlagen abholen, einchecken, Wechselplatz einrichten, mit Bekannten plauschen und sich warm laufen. Nach einer kurzen Wettkampfbesprechung mit letzten Anweisungen konnte man noch kurz durchatmen und dann war es soweit: der Startschuss bei meinem ersten SiSu-Duathlon und meinem überhaupt ersten Cross-Duathlon.

Nach dem ersten schnellen Laufkilometer lag ich bei den Frauen auf Platz 3, musste aber eine Mitstreiterin an mir vorbeiziehen lassen. Ich habe mich entschieden nicht mitzugehen, da das ganze Rennen mit vielen zu bewältigenden Höhenmetern noch komplett vor mir lag. Nach dem ersten Lauf kam ich als 4. Frau in die Wechselzone. Die Vermutung, dass meine MTB-Schnürschuhe zwar schick aussehen, aber sich wenig als Wettkampfschuh einigen, hat sich natürlich bestätigt. Eine gefühlte Ewigkeit stand ich an meinem Platz und habe versucht in der Hektik und mit vor Kälte ungehorsamen Fingern die Schuhe zu schnüren.

Auf dem Rad habe ich versucht die verlorene Zeit wiedergutzumachen und habe noch auf der ersten von vier zu fahrenden Runden festgestellt, dass ich an der Dame, die ich beim Laufen vorgelassen habe, vorbeisauste. Mit Verwunderung und leichten Ungläubigkeit realisierte ich, dass ich nun wieder die dritte Frau im Rennen war. Die ersten zwei Radrunden verflogen wie im Rausch: auf der Geraden Gas geben, im Anstieg am Panzerberg die Oberschenkel zum Heulen bringen, in den Abfahrten an Martins Anweisungen denken und die Finger möglichst weg von den Bremsen lassen und an den sandigen Stellen schön locker weiterkurbeln. So weit so gut.

Auf den letzten zwei Runden bekam ich aber Gesellschaft von einer Athletin, die von hinten auf mich aufholen konnte und im Streit um den dritten Platz ein Wörtchen mitreden wollte. Sie machte mächtig Druck und ich musste wirklich hart beißen, um dagegen zu halten und in den Anstiegen ein wenig Land zu gewinnen. Wir kamen fast gleichzeitig in die Wechselzone rein, da ich gerade bei dem obligatorischen Ab- und Aufsteigen vor den Schikanen viel Zeit verlor. Beim Wechsel auf den zweiten Lauf konnte ich einige Sekunden gut machen. Ich bin mit einer vor Anstrengung pfeifenden Lunge auf den letzten Lauf gegangen und konnte meinen 3. Platz sicher nach Hause bringen. Was für ein unglaubliches und lehrreiches Rennen!

Mit breitem Grinsen im Gesicht und einem Pokal im Gepäck bin ich müde und zufrieden nach Hause geradelt! Die Freude über ein gelungenes Rennen und die liebe Aufmunterung und Unterstützung vom Streckenrad wird mich sicher durch die kommenden Trainingswochen tragen!

Ergebnisliste Classic (5,5-21-3)

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4 Kommentare

  1. miele

    Hi Nica, das ist ja ein fantastischer Start! Ich gratuliere dir ganz herzlich, Bikergirl! 🙂 Du musst einen tollen Tag erlebt haben, vergangenes Wochenende war es so schön sonnig! Liebe Grüße und gute Erholung, Miele

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