JOLsport Run 2014

Nach der Hitzeschlacht beim Berlin Triathlon habe ich mich kurzerhand entschieden meinen Vereinskollegen Martin zu begleiten und am Pfingstmontag mit ihm beim JOLsport-Run in Dollgow an den Start zu gehen. Bei der zweiten Auflage des Laufs standen für mich zwei Strecken zur Auswahl: 8,6 und 15,6 km. Auch wenn die Hand beim Ausfüllen des Nachmeldeformulars kurz bei 15,6 km zuckte, hat die Vernunft gesiegt und die Hand hat fügsam 8,6 km angekreuzt. Schließlich sollte es ein entspannter Regenerationslauf nach dem Berlin Triathlon werden: ohne Druck und ohne Leiden.

Der Namensgeber und Veranstalter des Laufs ist ein Geschäft des österreichischen Bekleidungsherstellers JOLsport in Berlin Hohen Neuendorf, betrieben von zwei leidenschaftlichen Sportaktiven. Bei der Wahl des Austragungsortes und der Laufstrecke haben Mike und Axel Geschmack und gutes Auge bewiesen! Im Hinterhof des Seelig’s Gasthauses mit einem schönen Garten, einer großen Scheune und mit einem direkten Blick auf den Dollgower See war die Location ein Traum! Die entspannte, lockere und familiäre Atmosphäre war eine gute Einstimmung auf den Lauf.

Das besondere bei diesem Cross-Lauf war seine Zielgerade, bei der eigentlich recht wenig gerade war: eine steile Kurve, die die Läufer auf den letzten Metern zum Zielbogen führt und die Oberschenkeln noch mal richtig zum Glühen bringt! Auch die Laufstrecke hat alle Versprechen gehalten. Sie führte 134 Teilnehmer auf schmalen Pfaden und sandigen Waldwegen durch den schattigen Wald um den See herum. Stellenweise haben die schmalen Pfade Überholmanöver zu regelrechten Kunststücken gemacht. Der anspruchsvolle Untergrund aus zähem Zuckersand, Laub, Baumwurzeln und Grass hat die Füße zum Arbeiten gezwungen und viel Aufmerksamkeit abverlangt. Genau so, mit wechselndem Untergrund, Anstiegen und mitten in der Natur soll ein Cross-Lauf auch sein!

Ich habe mir vorgenommen ganz locker zu laufen, habe meinen Vorsatz aber gleich nach dem Startschuss an der Startlinie stehen lassen: der Kopf wollte, die Beine konnten und so bin ich der schönen Laufstrecke entgegen gespurtet. Meine Konkurrentinnen gaben sich kämpferisch. Nachdem eine Mitläuferin mir nach km 1 die Führung abgenommen hat, habe ich sie vorbeiziehen lassen. Die Situation habe ich von hinten kontrolliert und bin dicht an ihren Fersen klebend in Ihrem Windschatten gelaufen. Als sie etwas langsamer wurde, bin ich vorbeigegangen und habe versucht das Tempo anzuziehen, um mich abzusetzen. Das Taktieren und Überlegen, wann man jemand ziehen lässt und sich in den Windschatten reinhängt, wann man überholt, wann man locker laufen lässt und wann man Druck aufbaut – das sind die Aspekte, die einen Lauf besonders spannend machen. Da läuft man nicht nur mit den Beinen, sondern auch mit dem Kopf.

Diesmal lief alles optimal: Führung übernehmen, noch einige Kilometer den Lauf genießen, dann die letzte Kraft bei dem steilen Anstieg zum Zielbogen lassen und als erste Frau die Ziellinie überqueren! Auch für meinen Vereinskollegen Martin ist alles super gelaufen: Eine starke Zeit und Platz 2 in der Gesamtwertung und 1. AK! Entspannt, zufrieden und gut gelaunt sind wir noch eine Weile am See geblieben, um uns im kühlen Nass zu erfrischen. Das war eine sehr schöne, gut organisierte, sympathische Cross-Laufveranstaltung mit einer anspruchsvollen Strecke, die auch nächstes Jahr in meinem WK-Kalender stehen wird!
(Photos by: Torsten Weigel)

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