Luckenwalder Cross-Laufserie

Viel habe ich bis dato über die Vorbereitung für meinen allerersten Marathon, welcher Ende März in Palme de Mallorca statt findet, nicht verraten. Das liegt daran, dass ich mich bei laufrelevanten Themen mit dem Posten etwas zurückhalten muss, sonst würde mein Bike-Blog in ein Lauf-Blog ausarten. Die Vorbereitung läuft aber seit Wochen auf Hochtouren und der Punkt ohne Wiederkehr wurde längst erreicht. Die Radeinheiten auf der Rolle mussten den langen lockeren Läufen im GA1-Bereich weichen. Diese machen zeit- und kraftmässig den Löwenanteil des Lauftrainings aus. Um nicht in die Monotonie von langen Läufen zu verfallen und die Schnelligkeitskomponente nicht zu vernachlässigen, habe ich mich entschieden bei der 32. Luckenwalde Crosslaufserie mitzumachen. An vier aufeinander folgenden Sonntagen wurden von Ende Februar bis Anfang März vier Crossläufe auf unterschiedlich langen und profilierten Strecken in Luckenwalde ausgetragen.

Besonders die Strecken des 2. und des 3. Laufs haben den Zusatz „Cross“ besonders verdient. Sandige, relativ steile An- und Abstiege auf schmalen Waldpfaden haben den Läufern und Läuferinnen viel Kraft abverlangt. Auch der anspruchsvolle Untergrund aus Baumwurzeln, knöcheltiefem Sand, Laub, Steinen und Stöcken machte die Strecken technisch anspruchsvoll und erforderte konstante Konzentration. Für Bänder und Gelenke waren alle Strecken eine Herausforderung und ich bin froh, dass ich verletzungsfrei durchgekommen bin. Wenn man diese tollen Strecken mitten im Wald einmal gelaufen ist, kommt einem ein Straßenlauf sehr eintönig vor.

Aber auch die schönste Erfahrung hat ihre Schattenseite. Mit regelrechtem Entsetzen habe ich bei dem 2. Lauf erfahren, dass die Frauen auf der langen Strecke, für die ich mich angemeldet habe, für den Gesamtpokal der Laufserie überhaupt nicht gewertet werden. Die Wertung für die Frauen erfolgte nur auf der von der LLG Lückenwalde angebotenen mittleren Strecke. Da konnte ich einfach nicht das Gefühl loswerden, dass den Frauen zu wenig zugetraut wird und man sie deswegen in der Pokalwertung auf die deutlich kürzere Strecke „schickt“.

Pokalwertung hin oder her, meine Laufform auf der von mir gewohnten Streckenlänge um die 10 km scheint zu stimmen:

16.02.2014 1. Lauf 9,3 km 40:52 Min
23.02.2014 2. Lauf 11,1 km 47:25 Min
02.03.2014 3. Lauf 10,1 km 43:55 Min
09.03.2014 4. Lauf 8,6 km 38:50 Min

Ich frage mich häufiger, ob ich auch für das Vierfache dieser Strecke gut vorbereitet bin. In den kommenden Wochen werde ich noch ein paar lange Läufe machen und sie mit kürzeren, knackigen Laufeinheiten auflockern. Dann heißt es aber – ganz nach dem Motto „in der Ruhe liegt die Kraft“ – Beine hochlegen und entspannen. In zwei Wochen ist es dann soweit – mein allererster Marathon!

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6 Kommentare

  1. Din

    Das sind doch sehr gut Zeiten, die man in einer Marathonvorbereitung erst einmal laufen muss. Klasse gemacht. Ich halte dir die Daumen und komme gut durch die letzten Tage!

    • cyclonica

      Liebe Din,
      Danke! Jetzt ist wohl das Wichtigste sich nicht zu verletzten oder krank zu werden. Ich bin schon sehr gespannt auf diese für mich neue Lauferfahrung und werde darüber natürlich hier berichten!

  2. Andreas

    Die Zeiten sind – gerade auch für Crossstrecken – super. Und solch ein Tempo willst du hoffentlich nicht beim Marathon laufen 😉 Ich drücke dir die Daumen für Palma de Mallorca!

    • cyclonica

      Hallo Andreas,
      danke! Mit den Zeiten bin ich auch zufrieden und hoffe, dass ich auch für einen Marathon gut vorbereitet bin. Natürlich werde ich ihn anders angehen: 30 km Einlaufen und 12 km Wettkampf! Ich bin schon sehr darauf gespannt! Was steht bei Dir in dieser Saison an?

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